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Jodid bei nuklearem Notfall

KEINE eigenständige Einnahme von hochdosierten Jodid-Tabletten!

Was bewirken hochdosierte Jodid-Tabletten im nuklearen Notfall?

  • Einnahme einer hohen Dosis Kaliumiodid (130mg) verringert die Einlagerung radioaktiven Jods in die Schilddrüse
  • Verhinderung einer eventuellen Schilddrüsenkrebserkrankung
  • Gegen mögliche Folgeerkrankungen beim Austritt anderer radioaktiven Stoffe wie Plutonium, Caesium oder Strontium unwirksam

Woher und wann bekommt man diese Tabletten?

  • Ausgabe durch die Behörden des Katastrophenschutzes über die Gemeinden im Falle eines entsprechenden Nuklearunfalls
  • Kleines Zeitfenster zur wirksamen Einnahme (nur wenige Stunden)
  • Information der Bevölkerung über die Medien, das Internet, soziale Medien, Sirenen und Warn-App NINA mit Bekanntgabe der regionalen Ausgabestellen
  • Bevorratung: derzeit bundesweit ca. 190Mio Tabletten zu je 65mg

Wer bekommt die Tabletten zugewiesen?

  • Die gesamte Bevölkerung unter 45 Jahren
  • Ab 45 Jahren ist die Gefahr einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung als höher anzusehen als der potentielle Nutzen
  • Schilddrüsenkrebs tritt nach einem nuklearen Ereignis frühestens 30-40 Jahre später auf

Ist es sinnvoll, vorbeugend freiverkäufliche Jodid-Tabletten einzunehmen?

  • NEIN. Diese Tabletten sind viel zu niedrig dosiert (0,1-0,2mg) und damit absolut unwirksam.
  • Eine eigenständige Einnahme höherer Dosen als 0,5mg täglich kann sogar zu ernsthaften, chronischen Schilddrüsenerkrankungen und Störungen des Energiestoffwechsels führen
  • Falls Sie Jodid-Tabletten für Ihre Schilddrüse einnehmen, halten Sie sich unbedingt weiterhin an die Dosierungsanweisung Ihres Arztes

Unsere Empfehlung:

  • Nehmen Sie keinesfalls Jodid-Tabletten ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein
  • Im Handel befindliche Tabletten sind für diesen Zweck unwirksam
  • Halten Sie sich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden
  • Installieren Sie wenn möglich die Warn-App NINA auf Ihrem Handy


Bleiben Sie gesund!
Ihr Team der Kur- und Salinen-Apotheke

 

 

Etablierung eines Beratungsteams für onkologische Patienten

Seit 25 Jahren versorgen wir in der Kur-Apotheke Bad Reichenhall Krebspatienten des Berchtesgadener Landes mit Chemotherapien. Für die Herstellung dieser lebenswichtigen Medikamente ist ein spezielles Reinraumlaubor notwendig, das nur wenige Apotheken haben.

Zum 25-jährigen Jubiläum haben wir uns entschieden, Krebspatienten nicht nur mit Chemotherapien zu versorgen, sondern ihnen in Zukunft
auch Unterstützung anzubieten, wenn Nebenwirkungen durch die Therapien im Bereich der Haut und den Schleimhäuten auftreten.
Unser OnkoTeam hat sich zu diesem Thema weitergebildet und möchte nun mit seinem Wissen vielen Betroffenen helfen. Herr Matthias Papst absolvierte die Weiterbildung zum Apotheker für onkologische Pharmazie, Frau Daniela Wiesbacher befindet sich in der Weiterbildung zur Fach-PTA für Onkologie und Frau Josefa Wendl wird noch in diesem Jahr ihre Prüfung zur Fach-PTA für Dermopharmazie antreten.

In einer speziell eingerichteten Beratungsecke, können Krebspatienten über ihre Probleme während einer Chemo- oder auch Strahlentherapie
diskret unter vier Augen mit diesen Mitarbeitern/-innen sprechen.
Wir beraten Sie gerne zu folgenden Themen:
- Probleme mit der Augen- und Nasenschleimhaut
- trockene und entzündete Mundschleimhaut
- Missempfindungen an Händen und Füßen
- Hautprobleme oder Hand-Fuß-Syndrom
- trockene und gereizte Anal- und Vaginalschleimhaut
Darüber hinaus bieten wir kostenlose Informationsbroschüren und Kontaktadressen für relevante Beratungsstellen an.

25 Jahre Zytostatikaherstellung in der Kur-Apotheke

Wie alles begann...

1993 beendete ich mein Studium der Pharmazie in München und entschied mich als Apothekerin in der öffentlichen Apotheke tätig zu sein. Als meine Mutter mit 77 Jahren in den Ruhestand ging, übernahm ich die Leitung der Kur-Apotheke. Diese Apotheke mit ihrer langen Tradition fordere mich sehr schnell heraus:
„Frau Kast, ich möchte Sie gerne zu einem kurzen Gespräch einladen…“, sagte mir eines Tages der Urologe Herr Dr. Eichhorn. Daran schloss sich die langsame, aber immer sehr zielorientierte Entwicklung vom kleinen Labor in den hinteren Räumen der Apotheke bis hin zu unserem jetzigen, hochmodernen Sterillabor in der SalzEtage an.
Seit nunmehr 25 Jahren ist es uns ein großes Anliegen, auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer engsten Partner – die Ärzte – einzugehen und die größtmögliche Bandbreite in der Arzneimittelversorgung sicher zu stellen.
Nach und nach verstärkte sich die Nachfrage nach Sterilprodukten, die auf Abfrage und individuell für jeden Patienten hergestellt werden. Neben Zytostatika stellen wir inzwischen auch Schmerzpumpen für die Palliativversorgung und Augenzubereitungen her.

An diesen Herausforderungen bin ich gewachsen und in Bad Reichenhall angekommen. Ich habe meinen Platz gefunden: Mensch-Natur-Arbeitsfeld passen hier ideal für mich zusammen. Hier schlägt mein Herz, hier bin ich zu Hause.

Mein Dank gilt an dieser Stelle all unseren Partnern, die diese Versorgung Hand in Hand mit unserem Team möglich gemacht haben und uns noch immer begleiten. Unseren Patienten und Patientinnen danke ich für Ihr Vertrauen.
Diese 25 Jahre werden wir, sobald es wieder möglich ist, zusammen mit unseren Partnern und Ihnen als Bürger/-innen des Landkreises feiern.

Herzlichst
Sabine Wölfer und das Team der onkologischen Abteilung